Einkauf

Für den einen ist der tägliche oder auch wöchentliche Einkauf ein notwendiges Übel, für den anderen ist er das Wichtigste überhaupt. Für wieder andere ist der Einkauf zur Sucht geworden. Sie müssen alles mitnehmen, wo gerade ein Schnäppchen oder ein vermeintliches Sonderangebot zu finden ist. Nicht wenige geben dabei weitaus mehr aus, als sie eigentlich zum Leben haben, und überschulden sich so schnell. Viele sollen ja auch beim täglichen Einkauf lockere oder auch feste Bekanntschaften geknüpft haben. Auf jeden Fall aber kann das Einkaufen immer wieder zu einem neuen Erlebnis oder aber auch zum täglichen Ablauf werden. Doch interessant bleibt es sicherlich immer, da man an den vielen Angeboten gar nicht vorbeikommt. Darauf bauen ja auch die Einzelhändler, denn ohne Zusatzverkäufe könnten sie wohl kaum existieren. Dies ist das tägliche Ziel eines jeden Einzelhändlers, den Kunden mit Sonderangeboten zu locken und ans Geschäft zu binden.

 

 

Sonderangebote

Viele große Ketten haben ganz spezielle Fachabteilungen, die sich nur damit beschäftigen, wie sie die Kunden dazu bewegen können, mehr einzukaufen, als sie eigentlich wollten. Dazu gehört sicherlich die Präsentation in den einzelnen Verkaufshallen, vor allem die Stellen, an denen die Sonderangebote platziert werden. Bei einigen Einzelhandelsketten kommt man an dem einen oder anderen vermeintlichen Sonderangebot gar nicht vorbei, da dieses direkt am Eingang steht oder auf den Wegen und Gängen zu den wichtigsten Waren des täglichen Bedarfs. Auch die Lage, ob nun rechts oder links aufgestellt, spielt dabei eine sehr große Rolle. Es gehört schon ein starker Wille dazu, sich daran vorbei zu mogeln und diese Angebote beim täglichen Einkauf zu übersehen und keinen Gebrauch davon zu machen. Diesen Willen zu brechen, ist die Aufgabe solcher Fachabteilungen, die immer wieder die ständig veränderten Gewohnheiten der Kundschaft beobachten und analysieren, um daraus das beste Angebot zu erstellen. Ebenso erkunden sie auch, wie sie es darstellen und wo.

 

 

Vermeintliche Sonderangebote

Für den Verbraucher wird es immer schwieriger, auf den ersten Blick festzustellen, ob es sich bei dem Sonderangebot wirklich um eines handelt, oder ob das Angebot gar teurer ist, als wenn man die gewünschte Ware zum normalen Preis kauft. Dies hat oft etwas mit der Größe der Verpackung zu tun, mit der der Kunde erst einmal gelockt wird, aber noch viel mehr mit dem tatsächlichen Inhalt. So kann ein angebliches Sonderangebot, zum Beispiel ein Markenwaschpulver, das normalerweise als Kilogramm-Paket verkauft wird, im Sonderangebot mit dem optisch niedrigeren Preis schnell in Wirklichkeit teurer ausfallen. Man kommt heute nicht mehr daran vorbei, beim Einkauf auch ständig auf die Verpackungsgrößen und Inhaltsmengen zu achten. Nur gut, dass die Händler heute dazu angehalten sind, unter den Preisen auch jeweils den Kilogramm-, Liter- oder Stückpreis mit anzugeben. Viele weisen jedoch nicht den Kilopreis aus, sondern den Preis, der für 500 Gramm gilt, sodass der Verbraucher eigentlich mit einem Taschenrechner zum Einkauf gehen sollte, wenn er nicht auf vermeintliche Sonderangebote hereinfallen will. Und das geht ganz schnell, da die Angaben in der Größe und in den Gewichtseinheiten immer unterschiedlich sind. Also beim Einkauf immer die Augen offen halten!