Einstiegsgeld

Das Einstiegsgeld ist ein Zuschuss, den die Agentur für Arbeit gewährt, und kann dem Arbeitslosen verhelfen, so in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu kommen. Es handelt sich hierbei um einen Zuschuss bei der Arbeitsaufnahme zum eigentlichen Lohn. Dies gilt in der Regel, wenn das Bruttoeinkommen unter 1.200,00 Euro liegt. Auch Arbeitslose, die sich selbstständig machen wollen, können eine Hilfe zum Wiedereinstieg ins Arbeitsleben beantragen; diese Förderung wird als Gründungszuschuss bezeichnet. Das Einstiegsgeld wird nach einer Kann-Regelung gewährt. Das bedeutet, dass hierauf kein gesetzlicher Anspruch besteht, sondern der Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit vor Ort darüber entscheidet, ob es für einen Kandidaten in Frage kommt oder auch nicht. Zudem wird es maximal für die Dauer von 24 Monaten gezahlt. Für denjenigen, der eine Tätigkeit findet, die nicht nach gewohnten Maßstäben entlohnt wird, ist dieser Zuschuss sicherlich sehr hilfreich, um nicht gleich ganz ohne Arbeit dazustehen und wirtschaftlich nicht radikal zu verlieren.

 

 

Antrag auf Einstiegsgeld

Der Antrag auf Einstiegsgeld ist bei der Agentur für Arbeit zu stellen. Voraussetzung ist unter anderem, dass man vorab Arbeitslosengeld erhalten hat. Auf das Einstiegsgeld gibt es keinen rechtlichen Anspruch, sondern es wird nach Ermessen des zuständigen Sachbearbeiters gewährt. Aber in der Regel wird es gewährt, schließlich geht es ja darum, einen Erwerbslosen wieder in Arbeit zu bringen. Es wird zudem auch nur bewilligt, wenn die Entlohnung in der neuen Tätigkeit geringer ausfällt, als was man als Arbeitslosengeld II erhalten würden. Dies betrifft auch solche Arbeitnehmer, die sich gerade selbstständig machen wollen. Wichtig auf jeden Fall aber ist, dass es sich um die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben handelt. Vor wenigen Jahren gab es noch die Ich-AG; diese Förderung wurde durch den Gründungszuschuss und nun auch durch das Einstiegsgeld abgelöst. Das Fördergeld wird zunächst für 12 Monate gewährt. Nach Ablauf dieser Frist kann es auf Antrag erneut für weitere 12 Monate auf Antrag genehmigt werden. Um an einen solchen Zuschuss bei Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit zu kommen, ist es wichtig, einen Plan aufzustellen, der eine Beschreibung der zukünftigen Tätigkeit enthält, eine Rentabilitätsvorschau sowie einen Lebenslauf und Finanzierungsplan.

 

 

Einstellungshilfe

Für den zukünftigen Arbeitgeber kann es von Vorteil sein, wenn der Bewerber zum eigentlichen Lohn noch ein Einstiegsgeld erhält. So besteht in dieser Zeit die Möglichkeit zur Weiterbildung, um dadurch später einen höheren Lohn oder ein besseres Gehalt zu bekommen. Doch für diese Überbrückungszeit ist es wichtig, dass der Arbeitnehmer ein Auskommen hat. Dies ist auch für den Arbeitgeber nicht unerheblich, denn die Zufriedenheit des Arbeitnehmers spiegelt sich in der Arbeitsleistung und im Einsatz wider. Ferner ist es für viele nicht nachvollziehbar oder auch überhaupt nicht von Interesse, wenn man trotz Arbeit weniger Geld erhält, als wenn man Sozialleistungen bezieht. Allerdings ist das Einstiegsgeld von der Höhe her gering und beträgt 50% von dem, was dem Betreffenden an Arbeitslosengeld II zusteht. Aber es ist eine Hilfe und sollte im Bedarfsfall unbedingt beantragt werden. Auch muss es nicht zurückgezahlt werden. Wenn es sich um eine selbständige Arbeitsaufnahme handelt, ist damit zu rechnen, dass der Bezieher seine beruflichen Bemühungen nachweisen müssen. Doch das sollte ja eigentlich kein Problem sein.