Firmengründung

Der Schritt in die Selbstständigkeit – für viele ein Traum. Doch wie viel Arbeit damit verbunden ist, wird oftmals erheblich unterschätzt. Gründliche Vorarbeit ist die wichtigste Voraussetzung, um erfolgreich als Unternehmer durchzustarten. Eine Firmengründung scheitert nicht selten daran, dass die angehenden Unternehmer zwar eine gute Geschäftsidee haben, diese jedoch aufgrund fehlender Kenntnisse nicht umsetzen können.

 

 

Alternative eigenes Unternehmen

Als Arbeitnehmer ist man gewissermaßen von seinem Arbeitgeber abhängig. Dies bestärkt viele Menschen darin, ihr eigener Chef zu werden. Nicht außer Acht lassen darf man jedoch, dass auch oder besonders hier eine hohe Selbstdisziplin erforderlich ist. Wer sein Ziel aus den Augen verliert und nicht dazu in der Lage ist, sich seine Zeit gut einzuteilen, wird an seinem Projekt scheitern. Eine andere Motivation, eine Firmengründung vorzunehmen, ist die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. In Zeiten der Wirtschaftskrise kann es jeden zu jeder Zeit treffen. Um gar nicht erst über den Verlust des Arbeitsplatzes klagen zu müssen, wagen einige bereits vorher den Schritt in die Selbstständigkeit. Somit ist eine Firmengründung eine gute Alternative, sich den aktuellen Bedingungen des deutschen Arbeitsmarktes zu stellen. Selbstverständlich ist nicht immer die vorhergehende Arbeitsplatzsituation ein Antrieb für diesen Schritt. Der eine oder andere plant vielleicht schon seit Jahren, seine Idee in die Tat umzusetzen. Dies ist letztlich die beste Voraussetzung, ein erfolgreiches Unternehmen zu führen. Denn nur, wer mit Herz und Verstand an der Sache arbeitet, wird auch Erfolg ernten können.

 

 

Förderung durch den Staat

Zu den genannten Punkten kommt hinzu, dass auch der Staat an Unternehmensgründungen sehr interessiert ist. Für eine Firmengründung gibt es mehr denn je umfangreiche Fördermöglichkeiten. Eine Beratung kann die möglichen Hilfen aufzeigen und den angehenden Gründern gezielt helfen. Die Unterschiede bestehen darin, dass eine Förderung für einen Gründer aus der Arbeitslosigkeit heraus anders aussieht als für einen Unternehmer, der aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus gründet. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Sonderfinanzierungen und beratende Unterstützungen, die jeder in Anspruch nehmen sollte. Zunächst ist die jeweils zuständige Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer der beste Ansprechpartner für einen Firmengründer. Die Kammern helfen bei der Fertigstellung des Unternehmenskonzeptes gern weiter. Auch über eventuelle Fördermöglichkeiten beraten die dortigen Mitarbeiter bzw. geben entsprechende weiterführende Beratungsstellen bekannt. Meist handelt es sich dabei um regional ansässige Beratungsunternehmen oder einzelne Existenzgründungsberater, die sich individuell mit den Fällen auseinandersetzen. Hier können Erfahrungswerte ausgetauscht werden, auch um eventuelle Fehler bei der Firmengründung zu vermeiden.

 

 

Es ist statistisch bewiesen, dass viele Unternehmensgründungen aufgrund falscher Finanzierungsmodelle gescheitert sind. Einnahmen werden häufig zu hoch angesetzt und die Ausgaben hingegen weit unterschätzt. Deshalb sollten angehende Unternehmer ihre Berechnungen stets mit einem kompetenten Berater abstimmen. Eine in diesem Zusammenhang auftretende Frage, ob die Unternehmensgründung zunächst im Nebenerwerb oder sofort als Haupterwerb ausgeübt wird, kann dabei ebenfalls geklärt werden. Hat man einen festen Arbeitsplatz, bietet es sich an, die Gründung vorerst im Nebenerwerb vorzunehmen. Damit minimiert sich das Risiko zu scheitern und der Existenzgründer hat zudem eine feste Einnahmequelle. Für Arbeitslose kann zusätzlich mit Hilfe von den Arbeitsämtern eine sichere finanzielle Basis geschaffen werden. Was im Einzelfall jedoch für jeden zutrifft, ist in Beratungsgesprächen abzuklären.