Geschäftsauflösung

Immer mehr Geschäfte sind in der heutigen Zeit gezwungen, ihre Tätigkeit aufzugeben. Egal, aus welchen Gründen man diese Entscheidung treffen musste, am letzten Tag steht man da und fragt sich: „Was mache ich nur mit den ganzen übrig gebliebenen Artikeln und mit der Einrichtung?"

 

 

Geschäftsauflösung privat

Sicher ist es für keinen Geschäftsmann eine erfreuliche Situation, erkennen zu müssen, dass das Geschäft, was man sich mühevoll aufgebaut hat, beendet werden muss. Viele schaffen aber wenigstens noch früh genug den Absprung, ohne sich komplett zu verschulden. Diese Personen werden dann ihre Geschäftsauflösung auf privatem Wege durchführen. Um mit möglichst geringem Minus aus der Auflösung hervorzugehen, wird noch alles verkauft, was sich verkaufen lässt. Egal, ob es sich hierbei um noch vorhandene Warenbestände oder um Einrichtungsgegenstände handelt. Zum einen könnte man einen „öffentlichen“ Ausverkauf machen und diesen durch gezielte Werbung in den Stadtteilzeitungen und durch einen Aushang im Schaufenster ankündigen. Zum anderen hat man bei einer Geschäftsauflösung aber auch die Möglichkeit, die Ware über das Internet zu verkaufen. Vielleicht fällt da dann auch noch ein bisschen mehr Gewinn an. Sicher ist aber auch entscheidend, um welche Art der Ware es sich handelt. Gerade EDV-Artikel finden meist rasend schnell einen Abnehmer, oftmals auch bei Privatpersonen, die sich so günstig neuwertige Geräte anschaffen möchten.

 

 

Geschäftsauflösung durch den Insolvenzverwalter

Gerade in den letzten Jahren bedeutet für viele, die ihr Geschäft auflösen, dass für sie der Gang zum Insolvenzverwalter unvermeidbar ist. Dieser wird sich dann um die Geschäftsauflösung kümmern und man selbst hat kaum noch etwas damit zu tun. Der Insolvenzverwalter wird versuchen, gerade Artikel, die sich noch im Lager befinden, weiterzuverkaufen, um aus dem Bestand noch ein paar Euro herauszuschlagen und so den einen oder anderen Gläubiger befriedigen zu können. Sogenannte Wiederverkäufer sehen hier eine Möglichkeit, mit wenig Kapital viel Ware einzukaufen. Für den Insolvenzverwalter ist es nämlich besonders wichtig, alles, was noch da ist, zu veräußern. Dabei spielt es oftmals auch keine Rolle, dass die Ware weit unter Wert verkauft wird. Dem Wiederverkäufer garantieren solche Geschäftsauflösungen häufig günstige und doch qualitativ hochwertige Schnäppchen. Einige findige Geschäftsleute bestücken so den Großteil ihrer eigenen Warenbestände, in dem sie von einer Geschäftsauflösung zur nächsten fahren und die Ware dann in sogenannten Billigdiscountern an die Verbraucher weiter veräußern. Gerade die allseits bekannten 1-Euro-Läden sind hierfür bekannt.

 

 

Geschäftsauflösung ohne Gewinn

Eine weitere Möglichkeit der Geschäftsauflösung ergibt sich aus den Umständen der Geschäftsaufgabe. Was passiert mit den Waren und Einrichtungsgegenständen zum Beispiel, wenn der Betreiber verstorben ist? Sollten dann die Erben das Erbe auch noch ausschlagen, stehen die Eigentümer der Geschäftsräume oftmals vor einem großen Problem. Was soll mit den ganzen Gegenständen passieren, die sich noch in den Räumen befinden? Die Wenigsten haben Zeit und Lust, sich darum zu kümmern, denn das kann sehr nervenaufreibend sein. Die Meisten wollen die möglichst schnelle Räumung, um so rasch wie möglich weitervermieten zu können. Der ideale Fall wäre, man würde zügig einen neuen Mieter finden, der bereit wäre, das Geschäft zu übernehmen und mit den gleichen Waren weiterzuführen. Sollte dies aber nicht der Fall sein, kann man auch Firmen beauftragen, die sich auf Geschäftsauflösungen spezialisiert haben. Diese werden die Räume so schnell wie möglich leer räumen und die dadurch erhaltenen Waren dann ebenfalls weiterveräußern. Oftmals werden auch hier die bereits erwähnten Wiederverkäufer einbezogen.