Gründer

Die Bezeichnung Gründer ist eine Abkürzung des Begriffs Existenzgründer. Das sogenannte Gründerdarlehen hat den Begriff Gründer mitgeprägt und junge Unternehmer oder Selbstständige werden in der Presse gern als Gründer bezeichnet. Ein Gründer kann auch während einer Arbeitslosigkeit oder ohne eigenes Kapital ein Gewerbe gründen. Die Bundesagentur für Arbeit kann hier weiterhelfen und auch ein staatlich gefördertes Gründerdarlehen von einer Bank kann Kapital bereitstellen, das investiert werden kann. Vor einer Unterstützung steht jedoch das Erfüllen der Voraussetzungen.

 

 

Der Gründer und seine Geschäftsidee

Vor dem Anmelden eines Gewerbes steht die Frage, welche Art von Betrieb oder Gewerbe betrieben werden soll. Neben den allgemein bekannten Möglichkeiten im Handwerk- und Dienstleistungssektor gibt es viele Geschäftsideen, die sich zu einem gewinnbringenden Betrieb formen lassen. Mit welcher Geschäftsidee man sich selbstständig machen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Hilfe bei der Einschätzung der eigenen Geschäftsidee können Gründerseminare geben und auch die Agentur für Arbeit bietet hier verschiedenes Informationsmaterial für Gründer, in dem auch Tipps und Adressen von Anlaufstellen enthalten sind. Vor allem wer fremdes Kapital zur Gründung eines Betriebs braucht, sollte wissen, dass ohne Geschäftskonzept, Markt- und Standortanalyse und voraussichtliche Gewinnberechnung keine Bank ein Darlehen gewähren wird. Die Banken dürfen in einem bestimmten Rahmen nach eigenem Ermessen handeln und ein Gründer sollte auf alle Fragen zu seiner Geschäftsidee vorbereitet sein. Auch dürfen keinerlei Investitionen im Vorfeld getätigt werden, da sie die Gewährung eines Darlehens gefährden.

 

 

Wie werde ich Gründer?

Selbstständig und damit Gründer werden kann grundsätzlich jeder. Eine Geschäftsidee und die Anmeldung eines Gewerbes genügen, um Gründer zu werden. Ein erfolgreicher Gründer benötigt allerdings mehr, denn neben einer Geschäftsidee muss auch ein ausgereiftes Konzept vorhanden sein, und in den meisten Fällen wird Kapital benötigt, um aus einer Idee ein Gewerbe entstehen zu lassen. Wer eine eigene Existenz gründen möchte, sollte sich gut informieren und sich beraten lassen. Viele Fördermöglichkeiten werden nicht genutzt, weil der Gründer nichts davon wusste, und einige Gründer müssen ihr Gewerbe schnell wieder aufgeben, weil sie wichtige Details vergessen haben oder nicht ausreichend informiert waren.

 

 

Hilfen für Gründer

Nicht nur Personen mit Eigenkapital können Gründer werden, auch Personen, die ALG II beziehen, haben die Möglichkeit, eine eigene Existenz zu gründen. Ein Termin mit der Agentur für Arbeit klärt hier schnell, welche Möglichkeiten gegeben sind. Wichtig ist, dass die Agentur für Arbeit aufgesucht wird, bevor die ersten Schritte zur Gründung eines Gewerbes getan werden. Der Gründerzuschuss und das Gründerdarlehen sind verschiedene Formen der Unterstützung, die der Staat einem Gründer gewähren kann. Welche Form der Unterstützung im konkreten Fall gewährt wird, entscheidet die Bundesagentur für Arbeit bei Personen, die ALG II beziehen, und die Hausbank kann ein Gründerdarlehen gewähren, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Einen Gründungszuschuss kann beispielsweise jeder erhalten, der noch mindestens 90 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. Ein Gründerdarlehen ist ein staatlich gefördertes Darlehen mit günstigen Zinsen, das bei verschiedenen Banken beantragt werden kann. Die Voraussetzungen hierfür sind eine vollständige Unterlagenmappe mit Konzept, Analysen und voraussichtlichem Zahlungsplan. Die Banken gewähren einen Kredit nur dann, wenn sie eine Existenzgründung für aussichtsreich halten.