Importeur

Ein Importeur ist jemand, der Ware im Ausland kauft, alles abwickelt – also die Ware ins Land einführt und sich um den Transport und der Zollabfertigung kümmert – und im Einfuhrland die Ware an Zwischenhändlern oder Wiederverkäufer verkauft oder direkt an den Endkunden. Gerade auch in der Bekleidungsindustrie lohnt sich für den Importeur die Einfuhr von Stoffen oder auch fertigen Produkten aus sogenannten Drittländern. Da die Löhne dort meist niedriger als in Deutschland sind, rechnen sich im am Ende auch die hohen Fracht- und Einfuhrkosten / Zölle sowie die Einfuhrumsatzsteuer. Zur Aufgabe eines Importeurs gehört es auch, ständig auf der Suche nach günstigen Produkten zu sein, mit Herstellern Rabatte auszuhandeln und nach günstigen Transportwegen zu suchen. Zudem muss er sich in den Zollbestimmungen sehr gut auskennen. Nicht alles darf ohne Genehmigung eingeführt werden. Hier gibt es eine Reihe von Einfuhrgesetzen, die es zu beachten gilt. Diese sind von Einfuhrland zu Einfuhrland unterschiedlich. Einfacher und unkomplizierter ist es, innerhalb der Europäischen Union zu importieren.

 

 

Der Importeur als Verkäufer

Viele Importeure verkaufen ihre Ware direkt an den Endkunden. Für den Kunden selbst hat dies enorme Vorteile, indem er noch einmal kräftig sparen kann. Nicht nur die Ware an sich ist bereits günstiger, sondern der Importeur kann auch direkt verkaufen, das heißt, es gibt keinen Zwischenhändler, der ebenfalls an der Ware verdienen will. Zumeist finden diese Verkäufe dann in großen Hallen ohne viel Aufwand an Personal und Dekoration statt. Und es handelt sich zumeist um Waren, die in Massen hergestellt worden. Leider bekommen die, die diese Produkte oder auch Stoffe hergestellt haben, sehr wenig Geld für ihre Arbeit. Natürlich müssen diese Löhne in Relation zu den dortigen Lebenshaltungskosten betrachtet werden, da sie sich für unsere Verhältnisse zwar sehr niedrig anhören, aber in dem jeweiligen Land und für die Person, die für die Arbeit entlohnt wird, oft sehr viel ist. Leider werden allerdings auch häufig Kinder zu der Tätigkeit herangezogen. Einige Importeure werden, soweit sie es können, darauf achten, dass ihre bestellte Ware unter menschenwürdigen Verhältnissen hergestellt und entlohnt wurde. Andere interessiert leider nur der Einkaufspreis.

 

 

Der Importeur als Zwischenhändler

Die meisten Importeure versuchen, ihre Ware an einen Großhändler direkt zu verkaufen; dies geschieht zumeist in großer Stückzahl. Der Großhändler muss in der Regel sehr schnell entscheiden, ob er die Ware zu einem bestimmten Kurs abnehmen will. Auch der Großhändler verkauft nicht direkt an den Endkunden, sondern sucht sich erneut einen oder mehrere Einzelhändler, die ihm die Ware abnehmen. Für den Kunden wird dann das Produkt zwar teurer, aber zumeist längst nicht so teuer, als wenn er sich für ein Produkt entscheidet, das im eigenen Land hergestellt wurde. Wenn der Importeur direkt an Großhändler verkauft, kann er normalerweise vor Ort in dem jeweiligen Land einen besseren Preis aushandeln, da seine Stückzahl, die er einkauft, üblicherweise sehr hoch ist. Ein guter Importeur hat seine Ware bereits verkauft, bevor er eine Bestellung aufgibt. Einige andere bleiben aber auch auf ihren Containern voller Produkte sitzen, wenn sie keinen Großhändler finden, der ihnen die Ware in hoher Stückzahl abnimmt. Dann hilft wahrscheinlich nur noch der direkte Verkauf an den Endkunden.