Konkursware

Je schlechter die wirtschaftliche Lage, umso mehr Konkursware gibt es. Diese alte Kaufmannsregel ist leider nur allzu wahr, denn immer, wenn die Geschäfte in einem Land nicht so gut laufen, ist auch sehr viel Ware aus Konkursen zu haben. Für die einen bedeutet Konkursware das Ende einer Geschäftsidee oder eines Unternehmens, für andere hingegen ist Konkursware ideal für einen neuen Anfang.

 

 

So entsteht Konkursware

In den Zeiten wirtschaftlicher Krisen trifft es besonders die kleinen und mittleren Betriebe, Unternehmen und vor allen Dingen die Geschäfte. Sie können dem Druck der großen Konkurrenz nicht mehr standhalten und müssen früher oder später resigniert aufgeben. Was folgt, sind in den meisten Fällen die Insolvenz, die Geschäftsaufgabe und der Insolvenzverwalter, der dafür zuständig ist, die restlichen geschäftlichen Dinge ordentlich abzuwickeln. Dazu gehört auch immer die Konkursware, also die Ware, die bei der Geschäftsaufgabe noch im Laden oder im Lager ist. In der Regel wird vor jeder Geschäftsaufgabe ein Räumungsverkauf gestartet, damit zum einen noch ein wenig Geld in die Kasse kommt, um die Lieferanten oder vielleicht noch ausstehende Gehälter zu bezahlen, und zum anderen sollen Lager und Geschäft leer werden. Wenn dieser Räumungsverkauf beendet ist, folgt normalerweise der Verkauf der Konkursware durch den Insolvenzverwalter.

 

 

Verkauf von Konkursware

Konkursware kann auf verschiedene Arten verkauft werden. Wenn sich ein Käufer findet, der zum Beispiel die komplette Ware nimmt, dann ist das immer der einfachste Weg. Meist ist es aber so, dass der Konkursverwalter die Waren in einer Auktion zum Kauf anbietet. Alle, die jetzt vielleicht erst am Anfang ihrer geschäftlichen Laufbahn stehen, können diese Auktionen nutzen und so modisch aktuelle, einwandfreie und vor allem aber immer brandneue Ware bekommen, und das auch noch zu sehr günstigen Preisen. Wer ein kleines Geschäft eröffnen will und noch Waren für sein Sortiment braucht, der sollte sich auf jeden Fall in der Tageszeitung oder auch im Internet kundig machen, wo es eine Auktion gibt, bei der Konkursware angeboten wird. Besonders die sogenannten Billigläden, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten meist wie Pilze aus dem Boden schießen, besorgen sich ihr Sortiment gerne bei Auktionen, bei denen Konkursware angeboten wird. In diesem Fall können wirkliche Schnäppchen gemacht werden, denn vielfach werden die Preise sogar noch einmal gedrückt, wenn der Interessent große Posten abnimmt.

 

 

Aber nicht nur für Billiganbieter kann eine Auktion mit Konkursware interessant sein. Auch wer auf der Suche nach qualitativ hochwertigen Markenprodukten ist, kann bei Versteigerungen von Konkursware Glück haben, besonders, wenn es sich dabei beispielsweise um Designermode, Schmuck oder auch um Unterhaltungselektronik handelt. Die neusten LCD-Fernseher, DVD-Player, Notebooks und auch PCs werden als Konkursware meistbietend versteigert. Wer Glück hat und den Zuschlag bekommt, hat unter Umständen eine Menge Geld gespart.

Des einen Freud und des anderen Leid – so könnte man eine Geschäftsaufgabe und den anschließenden Verkauf der Konkursware auch nennen. Im Grunde profitieren aber alle davon: Derjenige, dessen Geschäft gescheitert ist, denn er bekommt durch den Verkauf der Konkursware noch ein wenig Geld, und der Käufer der Konkursware, denn er kann damit einen neuen geschäftlichen Anfang machen.