Konkurswaren

Besonders kleine und mittelständische Betriebe sind Opfer der Wirtschaftskrise geworden. Sie müssen in der Regel als erste aufgeben, weil sie nicht mehr konkurrenzfähig sind. Wenn ein Unternehmen oder ein Geschäft nicht mehr in der Lage ist, die laufenden Kosten zu bezahlen, dann droht früher oder später auch die Insolvenz. Einer der häufigsten Gründe für eine Insolvenz sind die hohen Lagerkosten, die eine Firma ruinieren können, wenn der Umsatz nicht mehr stimmt. Kommt es zu einer Insolvenz, muss der Insolvenzverwalter auch dafür sorgen, dass die kompletten Lagerbestände als Konkurswaren verkauft werden.

 

 

Auffinden von Konkurswaren

Viele Einzelhändler sind auf den Ankauf und späteren Wiederverkauf von Konkurswaren spezialisiert. Sie suchen gezielt nach Versteigerungen, bei denen die restlichen Lagerbestände einer Firma oder eines Geschäfts unter den Hammer kommen. Konkurswaren sind unter vielen kaufmännischen Gesichtspunkten ein lukratives Geschäft. Zum einen steht der Konkursverwalter immer unter einem großen zeitlichen Druck, denn jeder Tag, an dem die Waren noch im Lager der insolventen Firma liegen, kostet sie eine Menge Geld. Dieses Geld wird aber in den meisten Fällen dringend benötigt, um zum Beispiel noch offene Lieferantenrechnungen zu bezahlen oder auch ausstehende Gehälter der Angestellten zu begleichen. Der Insolvenzverwalter hat also keine Zeit zu verlieren und muss die Konkurswaren schnell an den Mann bringen.

 

 

Das wiederum drückt natürlich den Preis, und aus diesem Grund werden Konkurswaren immer deutlich unter dem eigentlichen Wert verkauft. Aber noch etwas anderes macht Konkurswaren für Einzelhändler interessant: Konkurswaren sind immer neuwertig, zum großen Teil qualitativ hochwertig und immer modisch aktuell. Das macht den Kauf von Konkurswaren so attraktiv.

Was das Angebot an Konkurswaren angeht, so ist die Palette mehr als nur breit gefächert. Auf Versteigerungen wird tagtäglich so gut wie alles angeboten, was für Käufer von Konkurswaren von Interesse ist. Hochwertige Elektroartikel in allen Größen und Formen, Unterhaltungselektronik, Spielwaren, Kleidung und Accessoires – und immer wieder sind es auch diverse Haushaltswaren, die sich einer besonders großen Beliebtheit erfreuen. Es sind vor allem die sogenannten Schnäppchenmärkte oder Billigläden, die ihr Sortiment zum größten Teil mit Konkurswaren bestücken. Für diese Händler lohnt sich der Kauf von Konkurswaren gleich in mehrfacher Hinsicht. Sie bekommen nicht nur einwandfreie und auch neue Ware, sondern aufgrund der Tatsache, dass sie große Mengen davon kaufen, auch immer einen noch besseren Preis als eigentlich veranschlagt.

 

 

Begriffsabgrenzung

Konkurswaren sind aber nicht zu verwechseln mit Restposten oder der sogenannten B-Ware. In diesem Fall handelt es sich nicht um Lagerbestände, sondern vielmehr um die Reste, die noch aus dem normalen Verkaufssortiment stammen. B-Ware ist Ausschussware, die zwar neu ist, aber auch Beschädigungen haben kann. Wenn es in einem Geschäft zum Beispiel einen Brand oder einen großen Wasserschaden gegeben hat und auch die Waren in Mitleidenschaft gezogen worden sind, werden die Waren, die noch zu gebrauchen sind, als B-Ware verkauft. Mit der klassischen Konkursware hat das nichts zu tun. Konkurswaren sind immer einwandfrei und ohne jede Beschädigung.

Um sich über den Verkauf von Konkurswaren zu informieren, ist das Internet die beste Plattform, denn hier gibt es immer aktuelle Angebote in vielen verschiedenen Bereichen.