Nebenerwerb

Ein Nebenerwerb gewinnt angesichts der wirtschaftlichen Lage weltweit immer mehr an Bedeutung für alle Menschen. Das Einkommen aus einem Hauptjob reicht vor allem bei Familien häufig nicht aus, um alle Kosten aus dem täglichen Leben zu decken. Wer nach einem Nebenerwerb sucht, stößt schnell auf die zwei verschiedenen Möglichkeiten, die sich dazu anbieten. Zum einen kann man mit einem sogenannten 400-Euro-Job das monatliche Einkommen aufbessern und zum anderen gibt es die Möglichkeit, als Kleinunternehmer ein Gewerbe zu gründen. Mit dem Nebenerwerb als Selbstständiger sind verschiedene Vorteile verbunden. Allerdings fordert ein eigenes Gewerbe auch mehr persönlichen Einsatz und die Arbeit in einem 400-Euro-Job ist meist besser planbar.

 

 

 

Die Vorteile beim Nebenerwerb als Angestellter

Wer auf 400-Euro-Basis arbeitet, weiß mit ziemlicher Sicherheit, wie viel Geld am Monatsende auf dem Konto gutgeschrieben wird, denn die Stundenzahl und der Lohn stehen weitgehend fest. Auch das Planen des eigenen Lebens ist mit einem Nebenerwerb als Angestellter einfach, denn meist sind die Stundenpläne bereits zwei Wochen im Voraus bekannt. So lassen sich private Termine und die eigene Freizeit gut planen und der Hauptarbeitgeber kann seine Zustimmung zum Nebenerwerb nicht verweigern. Grundsätzlich ist nämlich die Zustimmung des Hauptarbeitgebers notwendig, wenn eine Nebentätigkeit aufgenommen werden soll. Daher sollte sich jeder Angestellte vor der Aufnahme der Nebentätigkeit die Erlaubnis des Arbeitgebers einholen. Er kann diese nur verweigern, wenn in einem Konkurrenzunternehmen gearbeitet werden soll oder die zusätzliche Arbeit die Leistung im Hauptjob negativ beeinflussen könnte, was beispielsweise durch nächtliche Arbeitsstunden der Fall sein könnte. Auch Studenten, Rentner oder Arbeitssuchende können mit einem Nebenerwerb das eigene Einkommen aufbessern, wobei hier die Agentur für Arbeit vom Arbeitnehmer bei Aufnahme der Tätigkeit informiert werden muss. Das Verschweigen eines Nebenerwerbs ist strafbar und zieht nicht unerhebliche Strafen nach sich.

 

 

 

Die Vorteile beim Nebenerwerb als Selbstständiger

Bei einem 400-Euro-Job sind meist die Arbeitszeiten vorgegeben und auch die maximale Höhe des Einkommens steht fest. Zudem beinhaltet der Arbeitsweg einen nicht immer geringen Zeitaufwand, der unbezahlt bleibt. Das Arbeiten in den Abendstunden und am Wochenende sorgt vor allem in der Dienstleistungsbranche oft für Unmut, denn die feststehenden Zeiten sind oft nicht anpassbar. Wer ein eigenes Gewerbe betreibt, kann sich seine Zeit frei einteilen und beispielsweise vermehrt im Urlaub tätig werden oder sich nur bestimmte Stunden unter der Woche für den Nebenerwerb freihalten. Zudem kann man selbst entscheiden, womit das zusätzliche Einkommen erzielt werden soll, und die persönlichen Vorlieben machen einen vermehrten Arbeitseinsatz erträglicher. Mit Geschick und Ausdauer kann man ein Nebengewerbe auch zu einem Hauptgewerbe ausbauen und sich so vollkommen aus der Abhängigkeit gegenüber einem Arbeitgeber lösen. Das sichere Einkommen aus einem Hauptjob dient zur Deckung der Lebenshaltungskosten und liefert gleichzeitig eine Kranken- und Rentenversicherung. So lässt sich das Gründen einer Firma mit einem finanziellen Polster angehen und ein kleiner Rückschlag gefährdet nicht gleich die Existenz des Unternehmens. Viele Kleinunternehmer schaffen den Sprung in eine Selbstständigkeit, die mehr als nur einen Nebenerwerb erzielt, und gleichzeitig werden neue Arbeitsplätze auf dem Markt geschaffen.