Nebentätigkeit

Von einer Nebentätigkeit spricht man, wenn neben der hauptberuflichen Tätigkeit eine zusätzliche Arbeit angenommen wird, die etwa ein Drittel der Stunden einer Vollzeitstelle beansprucht. Eine Nebentätigkeit kann jedoch nicht nur von einer Person ausgeführt werden, die einem Hauptjob nachgeht, denn auch Rentner, Studenten oder Arbeitssuchende dürfen eine Nebenverdienst annehmen. Für eine Nebentätigkeit gelten gesetzliche Bestimmungen, die unter anderem die Höchststundenzahl regeln. Für einige Tätigkeiten sind auch gesonderte Genehmigungen erforderlich und wer einem Hauptjob nachgeht, muss seinen Arbeitgeber über die Aufnahme einer Nebentätigkeit informieren. Untersagen kann der Arbeitgeber den Nebenerwerb aber nur, wenn seine Interessen beeinträchtigt werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Interessenkonflikt durch einen Nebenjob in einem Konkurrenzunternehmen entstehen könnte.

 

 

 

Die Nebentätigkeit und ihre verschiedenen Formen

Die Nebentätigkeit ist unter vielen verschiedenen Namen bekannt. Nebenerwerb, 400-Euro-Job, geringfügige Beschäftigung oder Minijob sind gängige Bezeichnungen für eine Nebentätigkeit. Aber auch als Kleinunternehmer kann man einer selbstständigen Nebentätigkeit nachgehen und immer mehr Menschen wagen so den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit dem Einkommen aus einem Nebenberuf lässt sich nicht nur der jährliche Urlaub finanzieren, sondern auch kleinere und größere Anschaffungen, welche das Leben angenehmer machen. Durch Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder schlecht bezahlte Jobs sind immer weniger Menschen in der Lage, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten, und eine Nebentätigkeit stabilisiert oft die finanzielle Lage der ganzen Familie. Abends als Reinigungs- oder Thekenkraft lassen sich zusätzlich bis zu 400 Euro im Monat verdienen, wobei die Aufnahme der Tätigkeit der Agentur für Arbeit gemeldet werden muss. Dies gilt insbesondere für Bezieher von Arbeitslosgeld oder ALG II.

 

 

 

Stellensuche für die Nebentätigkeit

In den Tageszeitungen gibt es im Stellenmarkt meist eine Unterrubrik, in der freie Stellen auf 400-Euro-Basis angeboten werden. Aber auch die Agentur für Arbeit kann freie Stellen auflisten und bietet in ihrem Onlineauftritt gute Suchmasken für die verschiedenen Tätigkeitsfelder. Wer jedoch auf eine größere Auswahl an Stellen für eine Nebentätigkeit zurückgreifen möchte, kann sich auf einem der zahlreichen Portale im Internet umsehen. Jobbörsen vermitteln hier in allen größeren Städten und Gemeinden Jobs auf 400-Euro-Basis und in verschiedenen Foren finden sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Auch eigenständige Suchanzeigen können aufgegeben werden, um dadurch bessere Chancen auf ein Jobangebot zu erhalten.

 

 

 

Die Nebentätigkeit auf selbstständiger Basis

Seit einiger Zeit entscheiden sich immer mehr Menschen für die Aufnahme einer selbstständigen Nebentätigkeit. Neben der freien Zeiteinteilung und der Wahl des Arbeitsgebiets locken viele unterstützende Angebote vom Staat zum Schritt in die Selbstständigkeit. Allerdings sollten die Nachteile, die eine selbstständige Nebentätigkeit mit sich bringen kann, nicht außer Acht gelassen werden. Neben dem finanziellen Aufwand, die jede Gewerbegründung mit sich bringt, werden vor allem in der Anfangszeit meist mehr Arbeitsstunden fällig, um einen Gewinn zu erwirtschaften, und zudem müssen gesetzliche Bestimmungen befolgt werden. Eventuell sind neben dem Gewerbeschein weitere Genehmigungen erforderlich und auch das Finanzamt muss bedient werden. Informationen rund um eine selbstständige Nebentätigkeit kann nicht nur die Agentur für Arbeit bieten, sondern auch die Handelskammer und das Internet. Verschiedene Webseiten fungieren als Ratgeber und Informationsquelle und erleichtern den Einstieg in die Selbstständigkeit. Zusätzlich kann ein Existenzgründerseminar dabei helfen, eine vage Idee zu einer erfolgreichen Nebentätigkeit werden zu lassen.