Recht

Das Recht bezeichnet ein Gefüge aus Regeln und Normen, die allgemeingültig sind. Das Recht wird geschaffen von den rechtsgebenden Organen einer Regierung. Für die Durchsetzung von Recht ist die Exekutive zuständig, wie zum Beispiel die Polizei oder Rechtspflegeorgane. Unterteilt ist das Recht in drei Rechtsgebiete: öffentliches Recht, Privatrecht und Strafrecht. Diese drei Hauptrechtsgebiete sind wiederum aufgeteilt in sachliche Rechtsgebiete wie zum Beispiel Steuerrecht und Erbrecht.

 

 

 

Gesetze

Der wichtigste Bezugspunkt des Rechts ist das Gesetz. Gesetze werden von den gesetzgebenden Organen in einem zeitaufwendigen Prozess beschlossen. Gesetze können zum Beispiel auf Gesetzesinitiativen der Regierung zurückgehen.

Ähnlich dem Begriff des Rechts gibt es die Begriffe Moral und Sitte. Recht bezieht sich meist auf das nach außen getragene Verhalten des Menschen, während sich Moral eher mit der inneren Einstellung des Menschen beschäftigt. Die Sitten eines Menschen sind meist gesellschaftliche Normen, die das Individuum einzuhalten hat.

Zwar gibt es Überschneidungen zwischen den Begriffen Recht, Moral und Sitte, allerdings auch deutliche Unterschiede. Zum Beispiel kann Recht zwanghaft durchgesetzt werden. Moralische Regeln hingegen sind nicht immer rechtsverbindlich. Auch eine Sitte kann rechtsverbindlich sein, ist es aber nicht zwangsläufig.

 

 

 

Funktionen des Rechts

Das Recht hat verschiedene und vielfältige Funktionen in einer Gesellschaft zu übernehmen, wie zum Beispiel Ordnungsfunktionen, Gerechtigkeitsfunktionen und Kontrollfunktionen.

Ein geordnetes Rechtssystem ist eine Bedingung für einen modernen Rechtsstaat. Als Rechtsquellen bezeichnet man alles, was Gesetze erzeugt. Die wichtigsten Rechtsquellen sind das Völkerrecht, das Recht der Europäischen Union und das innerstaatliche Recht. Diese drei Hauptgruppen lassen sich weiter in einzelne Teile aufgliedern. Unter innerstaatliches Recht fällt zum Beispiel die Verfassung.

Neben diesen Rechtsquellen gibt es auch Rechtsquellen für den Einzelnen. Hier sind vor allem der Vertrag und das Rechtsgeschäft zu nennen. Einen Vertrag geht man als Privatperson zum Beispiel ein, wenn man einen Mietvertrag unterschreibt.

Zwischen den Rechtssystemen einzelner Länder lassen sich erhebliche Unterschiede feststellen. Was in einigen Ländern als rechtens gilt, kann wiederum im Nachbarstaat schon als Unrecht gelten. Zum Beispiel ist in vielen Ländern die Minderjährigkeitsgrenze im Vergleich zu Deutschland höher oder tiefer. Je nach Kulturkreis lassen sich aber auch große Überschneidungen der Rechtsvorschriften finden. Doch auch innerstaatlich kann es verschiedene Rechtsprechungen geben. Hier wären als Beispiel die Schulgesetze zu nennen, die sich in Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Die Begründung dafür ist, dass die Befugnis der Rechtsprechung in diesem Fall eine Ländersache ist und jedes Land dieses Recht selber gestalten kann. Im Strafrecht hingegen gilt ein Mord als schweres Verbrechen, und das auch länderübergreifend. In diesem Fall handelt es sich um Bundesrecht.

 

 

 

Einschränkung des Rechts

Ein Staat, in dem das Rechtssystem nicht auf einem demokratieüblichen Verfahrensweg beruht, wird als totalitärer Staat genannt. In diesem Fall werden Gesetze erlassen, die nur im Interesse des oder der Herrschenden sind. Auswirkungen von einem fehlenden oder totalitären Rechtssystem sind Einschränkungen von politischen Gegnern, Einschränkung der Pressefreiheit oder ähnliche undemokratische Restriktionen. Entstehen kann solch ein System zum Beispiel durch Korruption, einen politischen Umsturz oder Bürgerkrieg.

In der Vergangenheit finden sich mehrere Beispiele für totalitäre Regimes. In Deutschland kann man den Nationalsozialismus oder die DDR als Beispiel nennen. Auch heute existieren noch totalitäre Regime, besonders im Nahen Osten, im asiatischen Raum und in Afrika.