Steuererklärung

Viele Personen haben schon einmal von einer Steuererklärung gehört. Vielleicht verbinden Sie damit unheimlich komplizierte rechnerische Vorgänge oder einen großen bürokratischen Aufwand. Ganz abwegig ist dieser Gedanke auch nicht, da das deutsche Steuerrecht sehr komplex ist und gewisse Anforderungen an eine Steuererklärung stellt. Aus diesem Grund ziehen Erwerbstätige oft einen Steuerberater zur Hilfe hinzu.

 

 

Wozu ist eine Steuererklärung sinnvoll?

Privatpersonen sind zu einer Steuererklärung verpflichtet, um ihre Mitwirkungspflicht gegenüber den Behörden bei der Festlegung eines Steuerbescheids zu erfüllen. Da für diesen ganz persönliche Erwerbsgrundlagen ausschlaggebend sind, über dessen Umfang sich das Finanzamt sich bei Millionen von Menschen nicht selbstständig einen Eindruck verschaffen kann, muss die Privatperson ihre Einnahmen und Ausgaben offenlegen. Dies sollte jedoch nicht nur als Pflicht angesehen werden, sondern es bietet Personen auch die Möglichkeit einer Steuererstattung. So sind zum Beispiel bestimmte Verhältnisse oder Ausgaben steuerlich begünstigt und können im Nachhinein vom Staat zurückgezahlt werden – sofern alle Angaben vollständig gemacht wurden und sich hieraus ein Rückzahlungsbetrag ergibt.

So zahlt der Staat zum Beispiel Werbungskosten zurück, bei denen es sich um berufsbedingte Ausgaben handelt. Macht der Steuerzahler Ausgaben geltend, die über die sogenannte Werbungskostenpauschale hinaus gehen, so bekommt er diese erstattet – sofern er sie auch belegen kann. Diese Darlegung erfolgt im Rahmen einer Lohnsteuererklärung, in der berufsbedingte Ausgaben und Einnahmen behandelt werden. Es gibt jedoch auch noch weitere Arten der Steuererklärung, zum Beispiel die Körperschaftssteuererklärung bei juristischen Personen oder die Umsatzsteuererklärung bei Unternehmen.

 

 

Wie funktioniert die Steuererklärung?

Bei der Steuererklärung müssen alle für den Festsetzungsbescheid relevanten Angaben gemacht werden. Neben persönlichen Daten und Angaben zum Beschäftigungsverhältnis zählen hierzu auch Gehaltsabrechnungen und Belege über Lohnzahlungen oder sonstige Ausgaben. Die genauen Anforderungen hängen hier von der Art der Steuererklärung ab. Seit 1999 ist es möglich, seine Steuererklärung mit einem kostenlosen Computerprogramm, das von Finanzämtern bereitgestellt wird, zu verfassen. Dies soll das Ausfüllen notwendiger Einzelheiten erleichtern und erstellt nach Abschluss der Dateneingabe eine Datei mit Steuerinformationen, die dann elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. Diese Steuererklärung mittels sogenannten ELSTER-Formulars ist jedoch für Laien trotzdem noch sehr kompliziert, da viele Angaben nicht selbsterklärend sind. Wissen Sie zum Beispiel nicht, bei welchen ihrer Versicherungen es sich nun um freiwillige oder Pflichtversicherungen, staatlich begünstigte oder selbst zu tragende private handelt, so hilft Ihnen die Eingabemaske herzlich wenig. In diesem Fall sind Personen häufig geneigt, die Dienste eines Steuerberaters in Anspruch zu nehmen.

 

 

Wie kann der Steuerberater bei der Steuerklärung helfen?

Der Steuerberater ist Experte in Sachen Steuerrecht. Er kennt das Gesetz genau und kann so nicht nur das Ausfüllen aller notwendigen Unterlagen für seinen Kunden übernehmen, er kann auch besondere Ausgaben geltend machen, die steuerlich begünstigt sind. Eine Privatperson weiß oft nicht, welche Art von Ausgaben in welchem Umfang hierfür berücksichtigt werden kann. Dies kann der Steuerberater – zum Teil abhängig vom Beruf des Kunden, selbstständig eintragen (zum Beispiel können die meisten Freiberufler die Kosten für ein Arbeitszimmer anteilig als Werbungskosten absetzen, da es für ihren Beruf notwendig erscheint). Ein Nachteil ist hierbei lediglich, dass der Steuerberater für seine Arbeit mit relativ hohen Anteilen aus der Steuerrückzahlung bezahlt werden möchte. Dies gewährleistet zwar eine gründliche Arbeit des Steuerberaters, der so größtmögliche Rückzahlungen erzielt, kostet den Kunden jedoch auch eine Menge Geld, sodass jeder individuell entscheiden muss, ob er auf die Hilfe eines Steuerberaters wirklich angewiesen ist.