Vertrag

Schon vor langer Zeit wurde der Handschlag als Besiegelung für eine geschäftliche Transaktion durch einen meist schriftlichen Vertrag abgelöst. Käufe und Verkäufe, Vermietungen und viele andere Aktionen werden von den beteiligten Parteien durch die eigene Unterschrift auf dem Vertrag besiegelt. Damit sind die Rechte und Pflichten der Beteiligten festgehalten und bei einem Streit kann sich jeder auf sein Recht berufen. Um Streitigkeiten schon im Vorfeld auszuschließen, bietet es sich an, einen Vertrag möglichst so zu formulieren, dass keine Schlupflöcher entstehen, durch die sich eine Partei aus der Verantwortung stehlen kann. Einige Punkte sollte jeder Vertrag enthalten, andere sind abhängig vom Vertragsgegenstand, und für Laien ist nicht immer gleich erkennbar, welche Klauseln in dem Vertrag gültig sind und welche nicht.

 

 

Was sollte in jedem Vertrag stehen?

Pauschal kann man diese Frage nur schwer beantworten, denn außer der Anschrift aller Parteien, dem Datum und den gültigen Unterschriften unterscheiden sich die Verträge je nach Zweck sehr. Bei Kaufverträgen muss auch die genaue Artikelbezeichnung angegeben werden und deren Stückzahl. Die Zahlungsbedingungen müssen ebenso im Vertrag festgehalten werden wie Lieferzeiten, wenn der Artikel nicht sofort übernommen wird. Eventuell geleistete Teilzahlungen müssen aufgelistet werden und auch die Garantieleistungen und deren Laufzeiten. Bei Grundstückskäufen muss der Vertrag notariell beglaubigt werden und in Arbeitsverträgen sind neben der Vergütung auch die Arbeitszeiten festzuhalten. Jeder Vertrag enthält Passagen, die speziell auf den Vertragsgegenstand ausgerichtet sind, und im Internet finden sich viele Informationen rund um das Erstellen von Verträgen.

 

 

Vertragsvorlagen finden

Für viele geschäftliche Transaktionen kann man Vordrucke finden, die alle notwendigen Angaben aufweisen. Miet- und Pachtverträge, Kaufverträge für Gebrauchtwagen oder Vorlagen für Arbeitsverträge und Darlehensverträge werden nicht nur im Fachhandel zum Kauf angeboten, sondern auch als Download bei verschiedenen Internetportalen. Vor allem Privatpersonen sollten sich beim Autoverkauf oder -kauf eine Vorlage besorgen, auf der alle wichtigen Punkte geregelt sind. Beispielsweise sollte in einem Gebrauchtwagen-Kaufvertrag stehen, wie die Autoversicherung geregelt wird, wenn der Wagen angemeldet übergeben wird. Im Arbeitsvertrag sollte stehen, wie Überstunden vergütet werden, und für einen Darlehensvertrag ist nicht nur die Höhe der Raten wichtig. Mit Musterverträgen sind auch Laien immer auf der sicheren Seite und können ihre Käufe und Verkäufe bestmöglich absichern. Auch Käufe und Verkäufe, die mit Freunden oder Verwandten getätigt werden, sollten bei größeren Summen mit einem schriftlichen Vertrag besiegelt werden. So sind alle Rechte und Pflichten für beide Parteien klar aufgelistet und es kommt weniger zu Streitigkeiten.

 

 

Ungültige Passagen in Verträgen

Immer wieder kann man lesen, dass ein Vertrag eine Klausel enthält, die gesetzeswidrig ist. Da stellt sich automatisch die Frage, ob damit der ganze Vertrag hinfällig ist oder nur die Klausel unbeachtet bleibt. Moderne Verträge haben eine eigene Passage, die darauf hinweist, dass eventuell ungültige Klauseln in dem Vertrag die übrigen Klauseln nicht beinträchtigen. Die sogenannte „Salvatorische Klausel“ ist in allen Musterverträgen enthalten. Sie regelt die Wirksamkeit des gesamten Vertrags, wenn eine oder mehrere Passagen nicht gültig oder nicht durchführbar sind. Für Arbeitsverträge gilt daher, dass Forderungen vom Arbeitgeber, die gesetzeswidrig sind, unterschrieben werden können und das Einhalten der verbotenen Klausel nicht vom Arbeitgeber eingefordert werden kann.